der seele weites land 2 Doleschal Stephan Photographer
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der seele weites land 2
der Fotograf Stephan Doleschal setzt mit diesem Band seine Trilogie der unprätentiösen Beweis-aufnahme unserer Gegenwart fort.
Geboren am 2. Mai 1972 in Wien entdeckte er bereits im Alter von 12 Jahren, in Form seiner ersten Kamera, eine Art von Liebe die ihn nicht mehr loslassen sollte. Als Absolvent der höheren grafischen Bundes Lehr- und Versuchsanstalt mit knowhow und den besten technischen Voraussetzungen ausgestattet, lebt Doleschal seinen Weg als Künstler, Mode- und Werbefotograf in Wien.
seele seiner Arbeiten ist die „Suche des Transzendenten im Trivialen“, wie er es ausdrückt. Technische Perfektion und normästhetische Ansprüche treten zu Gunsten einer scheinbar wirklichkeitsnahen Darstellung in den Hintergrund. Lässt man sich allerdings auf die nahezu banal wirkenden Sujets ein öffnen sich dem inneren Auge Horizonte des kontemplativen Sehens. Scheinbare Gegensätze wie die Rückenansicht des weiblichen Körpers und ein im Nebel stehender Hochspannungsmast verbinden sich in unserer Wahrnehmung zur geheimnisvoll harmonischen Komposition.
weites Erleben ermöglicht Stephan Doleschal mit diesem Buch. Weite ist in seinem Werk aber nicht nur eine geografische Dimension sondern vielmehr auch ein Blicken in die Ferne unterbewusster Welten. Von den Metropolen Barcelona und Hamburg geht die Reise durch österreichische Felder, Wälder und Auen um am menschlichen Körper zu enden und wieder zu beginnen. Ohne an plakativen Sensationen zu haften entspannen sich Geist und Emotionen, gleitend im nicht alltäglich dargestellten und doch alltäglichen.
land schaften des menschlichen Körpers vermengen sich mit Topografien bekannter und unbekannter Regionen. Feminine Formen löst der Künstler aus ihrer vordergründig sexuellen Assoziation um dem Betrachter den Eindruck geometrischer Klarheit zu gewähren. Bilder von Städten, Äckern, Wasserflächen wirken aufgeräumt, nahezu inszeniert ohne den schalen Geschmack des gefällig artifiziellen zu hinterlassen. Trotz oder gerade ohne das Vorhandensein stereotyper Blickmuster wird dem Betrachter tiefes sinnliches Erleben möglich.
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